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11. Juni 2018

Domschatzkammer

Neue Gesellenstücke in der Schatzkammer des Kölner Domes

In den dezent beleuchteten Vitrinen der Schatzkammer des Kölner Domes schimmert das Gold der liturgischen Goldschmiedearbeiten und erzeugt in dem Gewölbekeller eine einzigartige Atmosphäre für einen besonderen Moment im Leben von fünf frischgebackenen Goldschmiedinnen.

Dr. Leonie Becks, Leiterin der Domschatzkammer; Ingo Telkmann, Obermeister der Gold- und Silberschmiede Innung Köln; Susanne Oehlmann, Leiterin Goldschmiede Berufskolleg Richard Riemerschmid; Jutta Grote, Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschuss; Anna Hörper (Goldschmiede Wallraf-Frechen), Margherita Dappozzo (Goldschmiede Drösser-Leverkusen), Nina Krupa (Goldschmiede Ast- Bergisch-Gladbach), Annika Kretschmer (Goldschmiede am dicken Turm - Siegen), Franziska Schrimpf (Goldschmiede Quast- Köln)Bild vergrößernLossprechung der GesellenFoto: Juwelier-, Gold- und Silberschmiede Innung KölnMarghertita Dappozzo, Anna Hörper, Annika Kretschmer, Nina Krupa und Franziska Schrimpf feierten im Rahmen der Lossprechung den Abschluss ihrer Goldschmiede-Ausbildung und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Die Gesellinnen hatten in den vergangenen 3 Jahren ihre Ausbildung in Werkstätten aus der Region absolviert und die Prüfung im Januar diesen Jahres erfolgreich abgelegt.

Das Thema der Prüfung „Weniger ist mehr“ haben die fünf jungen Frauen sehr unterschiedlich interpretiert. Zwischen der minimalistischen Ausführung von Anna Hörper, einer Y-Kette mit einer verdeckten, raffinierten Schiebemechanik und dem „Mehr ist Mehr“ Blüten- Halsschmuck vom Annika Kretschmer bewegen sich die ungewöhnliche Ring/Ohrstecker- Kombination von Margherita Dappozzo, die auf Kreisformen reduzierten „Wolken“ Ohrclips von Franziska Schrimpf und der organische Anhänger von Nina Krupa, der mit seinen Auswechselelementen überzeugt.

In ihrem Einführungsvortrag wies die Leiterin der Domschatzkammer Frau Dr. Leonie Becks auf die großartige Kölner Goldschmiedetradition hin, an die mit dieser Veranstaltung auf besondere Weise angeknüpft werde. Einer Veranstaltung, deren Bedeutung für die Kölner Gold- und Silberschmiede durch die erstmalige Ausstellung der Gesellenstücke im Museum noch gesteigert wird.

Ingo Telkmann, der Obermeister der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede Innung Köln betonte im Rahmen der feierlichen Lossprechung die Bedeutung des Festakts an diesem Ort:„Ein großer Moment für die Kölner Gold- und Silberschmiede. Die Rückbindung mit der Goldschmiedegeschichte eröffnet die Möglichkeit zu einer kreativen Auseinandersetzung mit unserem Kunsthandwerk und macht Mut sich neuen Verfahren einer digitalisierten Welt zu öffnen. Junge Menschen, die im Spannungsfeld von Tradition und Zukunft aufwachsen, brauchen alle Unterstützung neue kreativen Räume zu entdecken und zu entwickeln.“

Die Gesellenstücke sind noch bis zum 17. Juni 2018 in der Domschatzkammer zu sehen!

Ingo Telkmann