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6. Juni 2018

Zentral-Dombau-Verein

Zentral-Dombau-Verein begrüßt 17.500stes Mitglied

Zum 175-jährigen Jubiläum seines Bestehens hatte sich der Zentral-Dombau-Verein (ZDV) im vergangenen Jahr ein hohes Ziel gesetzt: Er wollte seine Mitgliederzahl von ca. 13.700 auf 17.500 erhöhen. Nun ist das Ziel erreicht.

Die neuen Mitglieder des ZDV tragen sich unter den Augen von Präsident Michael H. G. Hoffmann und Dombaumeister Peter Füssenich in das Goldene Buch des Vereines ein.Bild vergrößernEintrag der neuen Mitglieder in das Goldene BuchFoto: Dombauhütte Köln, Mira UnkelbachElmar Zinzius stand die Freude ins Gesicht geschrieben: Nach einer Domdachführung hatte er sich vor einigen Wochen als Neu-Mitglied beim Zentral-Dombau-Verein angemeldet – ohne damit zu rechnen, dass der Verein ausgerechnet mit seiner Anmeldung die im Jubiläumsjahr avisierte Mitgliederzahl von 17.500 erreichen würde. Erst bei einem kleinen Empfang, zu dem der ZDV heute in den Werkstätten der Dombauhütte geladen hatte, verriet ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann dem 44-Jährigen Kölner seine besondere Mitgliedsnummer.

»Das ist eine große Ehre«, sagte Zinzius. »Das Dom ist ein faszinierendes Bauwerk – ein Touristenmagnet für Deutschland und besonders für Kölner der Anziehungspunkt schlechthin. Ich habe eine Zeit lang auswärts gearbeitet, und jedes Mal, wenn ich nach Köln zurückgekommen bin, ist mir das Herz aufgegangen. Ich bin in den Zentral-Dombau-Verein eingetreten, weil ich es wichtig finde, dass der Dom in Schuss gehalten wird. Dass ich jetzt Teil der Geschichte des ZDV bin, freut mich riesig.«

Als Dankeschön erhielten die neuen Mitglieder einen Domstein, einen Abguss des König Davids vom Dreikönigenschrein und einen handgeschmiedeten Nagel aus der Schmiedewerkstatt der Dombauhütte.Bild vergrößernEin kleines DankeschönFoto: Dombauhütte Köln, Mira UnkelbachGemeinsam mit vier Neu-Mitgliedern, deren Anträge kurz vor bzw. kurz nach der »Jubiläumsmarke« eingegangen waren, durfte Zinzius sich ins Goldene Buch des Zentral-Dombau-Vereins eintragen. Neben ihren Mitglieds-Urkunden bekamen die Neumitglieder ein Stück Original-Domstein, einen Gipsabdruck der David-Figur am Dreikönigenschrein und einen Nagel aus der Schmiede der Dombauhütte mit der Aufschrift »ZDV 1842« überreicht.ZDV-Präsident Michael H. G. Hoffmann nutze die Gelegenheit, »allen Mitgliedern, die den überkonfessionellen, überparteilichen und unabhängigen Zentral-Dombau-Verein unterstützen« herzlich zu danken. »Anlässlich des Jubiläumsjahres ist es uns gelungen, ein starkes Generationen-Wir-Gefühl zu entwickeln«, sagte er. »Nicht nur Oma und Opa sind Mitglieder im ZDV geworden, sondern auch Kinder, Schwiegerkinder, Enkel und Urenkel. Der Erhalt des Kölner Domes ist ein Generationenprojekt – und wir haben das Jubiläumsjahr genutzt, um diesen Auftrag weiterzugeben. Wir alle sind nur Staffelläufer und können mit unserem Beitrag zu unserer Zeit wesentliche Teile zur Erhaltung gewährleisten.«

Die ZDV-Mitglieder seien das Gerüst des Domes. »Ohne den Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 gäbe es die Dom-Türme nicht und ohne uns wäre der Dom in Gefahr«, so Hoffmann. »Wir haben nur ein Ziel: die Erhaltung unseres Kölner Domes.« 

Auch Dombaumeister Peter Füssenich begrüßte die Neumitglieder und führte sie im Anschluss an den Festakt durch die Werkstätten der Dombauhütte. Die 15 Neumitglieder vor und nach der Jubiläumsmarke von 17.500 wird er persönlich über das Domdach führen.

Dompropst Gerd Bachner, der terminlich verhindert war, gratulierte dem ZDV dennoch ganz herzlich. »Ich bin dem ZDV-Präsidenten Michael H. G. Hoffmann zutiefst dankbar für seine Initiative, die Mitgliederzahl des Vereins auf diese schöne ›Jubiläumszahl‹ zu steigern«, sagt er. »Er hat geschafft, was ich anfangs für ein unmögliches Unterfangen hielt. Der Zentral- Dombau-Verein, der jährlich 60 Prozent der erforderlichen Mittel für die notwenigen Restaurierungsmaßnahmen am Dom stemmt, ist für den Dom eine einzigartige Stütze. Sie steht nun auf noch engagierteren, tragfähigeren Füßen.«

Markus Frädrich