Aktuelles | Meldungen

 

14. September 2016

Dombauhütte

Neuer stellvertretender Dombaumeister

Seit dem 1. September 2016 gibt es wieder einen stellvertretenden Dombaumeister. Neuer zweiter Mann in der Kölner Dombauhütte ist Dr.-Ing. Albert Distelrath. Die Stelle war seit der Ernennung des bisherigen Stellvertreters Dipl.-Ing. Peter Füssenich zum Dombaumeister vakant.

Der neue stellvertretende Dombaumeister hat am 1. September 2016 sein Amt angetreten.Bild vergrößernDr.-Ing. Albert DistelrathFoto: Dombauhütte, Jennifer RumbachAlbert Distelrath wurde am 17. Oktober 1967 in Burgbrohl bei Ahrweiler geboren. Nach dem Abitur in Limburg an der Lahn studierte er Wirtschaftswissenschaften in Freiburg und Marburg und Architektur an der Fachhochschule Wiesbaden.

Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt in der archäologischen Denkmalpflege. So entwickelte er für das Deutsche Archäologische Institut Schutz- und Präsentationskonzepte für Ausgrabungen in der Türkei und Saudi-Arabien. Im Jahr 2008 promovierte er im Fachbereich Historische Bauforschung der Technischen Universität Berlin mit einer Arbeit zu "Siedeln und Wohnen in einer Ruinenstätte. Ein denkmalpflegerisches Konzept für Herakleia am Latmos" in der Westtürkei.

Seit 1997 arbeitet Distelrath als Architekt. Seine bisherigen Tätigkeitsfelder lagen im Bereich der Baudenkmalpflege. Neben Kirchenrestaurierungen ist ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit die Erhaltung von Burgen und Schlössern. Zu nennen ist vor allem seine Mitwirkung bei der Restaurierung von Schloss Drachenburg in Königswinter. Er entwickelte daneben Restaurierungskonzepte für Kölner Festungswerke und Schloss Burg an der Wupper.

Seine künftigen Aufgaben sind vielfältig. Als Fachbauleiter wird er einen Großteil der Restaurierungsarbeiten am Kölner Dom betreuen und für die Baulichkeiten der Dombauhütte und des Domkapitels zuständig sein. Gerne wird er seine Erfahrungen aus der archäologischen Denkmalpflege in die Domgrabung einbringen. »Für mich ist der Kölner Dom einer der schönsten Kirchenbauten der Welt, vor allem durch die faszinierende Einheitlichkeit des Raumes. Jahrhunderte wurde nach einer genialen Planung gebaut. Dieser Idee müssen wir auch in Zukunft folgen.«

Matthias Deml